... fast arabischer Abend

arabisch Essen, Wasserpfeife, Shisha, Arabesque
www.arabesque-osnabrueck.de

Gestern Abend war noch einmal Weihnachten für uns.

Die Kinder aus Hamburg waren zu Besuch in Osnabrück. Wir wollten mit ihnen lecker und gemütlich Essen gehen. Bereits vor einer Woche habe ich einen Tisch in einem Restaurant bestellt. Nein, nicht in irgendeinem Restaurant, sondern in einem ganz besonderen. Wenn jetzt jemand an das teure Sterne Restaurant „Das Leben“ denkt, liegt der völlig falsch. Es gibt nämlich in unserer schönen Stadt noch einige außergewöhnliche und gute Restaurants mehr. Eines davon haben wir gestern besucht. Aber der Reihe nach.

Zu Beginn dieses Berichtes schrieb ich, dass noch einmal Weihnachten war. Vor Weihnachten gab es nämlich auf der Seite der OS-Nachbarn eine Mitmachaktion zum Thema Weihnachten. Dort habe ich mich auch mit einer Geschichte zum Thema Weihnacht beteiligt. Die Freude war riesengroß, als ein Brief des NOZ Medienhauses ankam, in dem ein Gutschein lag. Der Betrag war schon eine Überraschung, aber das dort beschrieben Restaurant noch mehr. Nie zuvor waren wir arabisch essen. Als ich die dort angegebene Webseite aufrief, las ich von vielen Dingen mit wohlklingenden Namen und Bezeichnungen.

 

Nach vielen Versuchen, einen gemeinsamen Termin mit den Kindern zu finden, war es Samstagabend so weit.

Das Wetter hatte sich überraschend gebessert und wir entschieden spontan, den freien Tisch draußen zu nehmen. Die freundliche junge Frau, die uns begrüßte, hatte nichts dagegen (wir hatten ja eigentlich einen Tisch drinnen reserviert).

Wir waren angekommen in der Welt des Orients. Ein Blick in das freundliche Lokal ließ erahnen, wie es in der Welt des Morgenlandes, dem Land Aladins und Scheherazades wohl ausgesehen haben mag. Angenehme Düfte von Gewürzen und dem Tabak der Shishas, der Wasserpfeifen, rundeten das Bild ab.

Seit nunmehr fünfzehn Jahren verwöhnen die Inhaber und Mitarbeiter des inhabergeführten Restaurants Arabesque nicht nur Osnabrücker sondern auch auswärtige Besucher mit den „Köstlichkeiten Arabiens“, wie wir es schon vorher auf der Webseite des Unternehmens lesen konnten. Wir waren gespannt und wählten aus der reichhaltigen Speisekarte die vermeintlich wohlschmeckendsten Speisen aus.

Als kalte Vorspeisen: Weinblätter gefüllt mit Reis und IM TABBAL, eine Creme aus gegrillten Auberginen, Sesam und Knoblauch.

Als warme Vorspeisen: feine Teigröllchen, gefüllt mit pikant gewürztem Hackfleisch und Pinienkernen, sowie MONJANAT MA SABANESCH, mit Blattspinat gefüllte Hefetäschchen.

Zu den Vorspeisen wurden Brot und verschiedene Soßen gereicht.

Schon bei diesen Vorspeisen konnten wir erahnen, was uns bei den Hauptspeisen erwartete:

BAMI MA LACHMI, Lamm mit Okra-Schoten und Tomatensoße auf orientalischem Reis,

KAFTA MA TAHINI, Hackfleisch mit gebratenen Kartoffelscheiben in Sesamsoße,

TESSAA, neun verschiedene Kostbarkeiten aus der Schatztruhe des Koches.

All das war raffiniert orientalisch gewürzt und ein Hochgenuss für den Gaumen.

Ein trockener Weißwein aus dem Libanon schmeckte lecker dazu.

Orientalischer Mokka, sowie Arrak (libanesischer Anisschnaps) und Liqueur des noix (Walnusslikör aus dem Libanon) rundeten einen sehr gelungenen Abend ab.

 

Erwähnenswert ist aber nicht nur das Essen, sondern auch die außergewöhnliche Gastfreundschaft, die wir dort fast drei Stunden genießen durften. Eine freundliche, offene Bedienung durch die Mitarbeiter und die Chefin, die auch im Service mit tätig war, trugen dazu bei, dass wir uns sehr wohl und gut aufgehoben fühlten. Es gab Erläuterungen zu den servierten Speisen, ohne dass wir danach gefragt haben. Wenn uns noch etwas unklar war, wurden unsere Fragen zu den Zutaten oder Zubereitungsarten der Gerichte geduldig und ausführlich beantwortet.

 

Wir können dieses Haus mit seiner außergewöhnlich wohlschmeckenden Küche und den freundlichen Mitarbeitern nur wärmstens allen empfehlen, die einmal (oder auch öfter) etwas nicht Alltägliches erleben und genießen wollen.

Auch wir waren zwar das erste Mal, aber bestimmt nicht das letzte Mal dort.

 

PS

Zu der Überschrift müssen wir sagen, daß wir die Shisha, die Wasserpfeife mangels derzeitigem Nikotingenuss ausgelassen haben. Daher war es nur fast ein arabischer Abend.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Tina (Sonntag, 12 August 2012 17:41)

    Schön, mal einen so ausführlichen Bericht über das Arabesque zu lesen. Wir ,scharwenzeln' schon lange um das Lokal drumherum, aber ich denke, jetzt werden wir das in Angriff nehmen!
    Vielen Dank für den Bericht.

    Tina